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Veranstaltung

Sterbehilfe – Gebot oder Gefahr?

Im Nachgang zur ersten Orientierungsdiskussion im Deutschen Bundestag stellten wir uns diesem vielschichtigen Thema in Mannheim. Der Arbeitskreis Christliche Grüne im Kreisverband hatte die Veranstaltung organisiert.

Eingeladen zur Anhörung waren Professor Axel Bauer – Leiter des Fachgebiets Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin an der Medizinischen Fakultät Mannheim – als strikter Gegner aktiver Sterbehilfe und der Mannheimer Kinder- und Jugendpsychiater Raymond Fojkar als Vertreter liberaler Positionen. Axel Bauer unterlegte seine konsequente und umfassende Ablehnung der Legalisierung aktiver Sterbehilfe durch Ärzte und/oder Angehörige durch zahlreiche Beispiele und mögliche Szenarien im Falle einer Lockerung des Gesetzes. Raymond Fojkar wiederum band in seine Ausführungen den bereits vorliegenden Vorschlag für ein Gesetz zur Regelung des assistierten Suizids ein und bezog sich auch auf die von Jochen Taupitz, Spezialist für Medizinrecht und Medizinethik sowie Mitglied im Deutschen Ethikrat erarbeiteten Möglichkeiten, aktive Sterbehilfe zu erlauben und den teilweise existenten Graubereich für Mediziner und Angehörige in klare Regelungen und Gesetze zu verwandeln.

Auch durch die Beiträge eines sehr aufmerksamen Publikums, das auch persönliche Erfahrungen und Befürchtungen einfließen ließ, kam ein reger Austausch zustande. Deutlich wurde vor allem, dass man die verschiedenen Regelungsebenen – Strafrecht, Betäubungsmittelgesetz und Standesrecht – im Zusammenhang betrachten muss. Gerhard Schick bedankte sich für alle Beiträge und kündigte an, eine weitere Veranstaltung zur Sterbehilfe durchzuführen, um eine fundierte und alle Aspekte des Themenkomplexes berücksichtigende Entscheidung treffen zu können.