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Pressemitteilung

Das Recht auf Ehe für alle wird Wirklichkeit!

Wir haben es endlich geschafft! Der Bundestag hat heute „Ja“ gesagt. Ja zu gleichen Rechten für alle, die sich lieben. Ja zur Vielfalt in unserem Land, die Lesben und Schwule genauso einschließt wie Heterosexuelle. Ja zum Respekt für alle Menschen – unabhängig vor deren sexueller Orientierung!

 

Seit 1994, als Bündnis 90/Die Grünen den ersten Gesetzentwurf zur Öffnung der Ehe in den Bundestag eingebracht haben, haben wir im Parlament gekämpft. Nach langen Blockaden durch Schwarz-Gelb und zwei Großen Koalitionen, nach endlosen Diskussionen, in denen Lesben und Schwulen oft in verletzender Weise die gleiche Würde abgesprochen wurde, sind nun alle Menschen vor dem Standesamt gleich. Mein besonderer Dank gilt an dieser Stelle Volker Beck.

 

Denn klar ist: ohne den unermüdlichen Druck von gesellschafts-/politischen Akteur*innen und auch aus der Bevölkerung wäre die heutige Abstimmung nicht möglich gewesen. Beschlossen wurde heute ein Gesetzentwurf des Bundesrates, der 2015 von Irene Alt, der grünen Familienministerin von Rheinland-Pfalz, initiiert wurde. Bald wird er im Gesetzesblatt stehen. Deutschland schließt sich damit den 22 Staaten an, die die Ehe bereits geöffnet haben. Es ist ein großartiger Tag.

 

Mit dem Rückenwind der heutigen Entscheidung gilt es, Diskriminierungen im Alltag noch stärker entgegenzutreten. So erleben auch heute noch 82 Prozent der lesbischen, schwulen und bisexuellen Jugendlichen Diskriminierung aufgrund ihrer sexuellen Orientierung. Das darf niemand kalt lassen, mich als offen schwul lebenden Mann tut es das ebenfalls nicht. Daher kämpfen wir weiter mit der Zivilgesellschaft um Respekt und Akzeptanz. Für Alle!